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Blähungen
Gas, das entsteht, wenn Bakterien in deinem Dickdarm unverdaute Nahrungsreste – vor allem bestimmte Ballaststoffe – fermentieren. Im Schnitt produziert ein gesunder Darm täglich etwa einen halben bis anderthalb Liter Gas, das auf natürlichem Weg seinen Ausgang findet. Bestimmte Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Kohlgemüse oder bestimmte FODMAPs liefern besonders viel „Fermentationsmaterial“ und können die Menge entsprechend…
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Stuhlgang
Das Endergebnis deiner Verdauung – und ein Thema, über das erstaunlich wenig offen gesprochen wird, obwohl die „normale“ Bandbreite riesig ist. Dreimal täglich bis dreimal wöchentlich gelten beide als unauffällig, solange es sich für dich gewohnt anfühlt und keine plötzlichen Veränderungen auftreten. Die Bristol-Stuhlformen-Skala wird oft genutzt, um Konsistenz grob einzuordnen, ist aber kein Diagnoseinstrument…
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Darmtransitzeit
Die Zeit, die deine Nahrung vom Mund bis zur Ausscheidung braucht. Was viele überrascht: Die normale Spannweite ist riesig – Studien finden gesunde Werte zwischen etwa 10 und über 70 Stunden. Es gibt also kein einzelnes „richtiges“ Tempo. Beeinflusst wird die Transitzeit unter anderem von der Menge an Ballaststoffen, deiner Flüssigkeitszufuhr, Bewegung und Stress –…
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Nährstoffaufnahme
Der Prozess, bei dem die aufgespaltenen Bestandteile deiner Nahrung durch die Darmwand in deinen Blutkreislauf gelangen – hauptsächlich im Dünndarm, über die riesige Oberfläche der Darmzotten. Nicht alle Nährstoffe werden dabei am selben Ort aufgenommen: Eisen vor allem im oberen Dünndarmabschnitt, Vitamin B12 erst im unteren. Genau deshalb können bestimmte Operationen oder Erkrankungen, die einzelne…
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Gallensäure
Eine Substanz, die in deiner Leber produziert und in der Gallenblase gespeichert wird, bis sie nach dem Essen in den Dünndarm abgegeben wird. Ihre Hauptaufgabe: Fette emulgieren, also in winzige Tröpfchen aufspalten, damit Enzyme sie überhaupt angreifen können – ähnlich wie Spülmittel Fett im Abwasser aufspaltet. Das Besondere: Gallensäure wird zu einem Großteil wiederverwertet, dein…
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Magensäure
Eine der aggressivsten Flüssigkeiten, die dein Körper produziert – mit einem pH-Wert, der teilweise so niedrig ist wie bei Batteriesäure. Ihre Aufgabe: Krankheitserreger abtöten, Eiweiße aufspalten und das Enzym Pepsin aktivieren. Hier ein Punkt, der oft missverstanden wird: Sodbrennen wird meist automatisch mit „zu viel Magensäure“ gleichgesetzt, tatsächlich kann auch zu wenig Magensäure ähnliche Beschwerden…
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Verdauungsenzyme
Eiweißmoleküle, die deine Nahrung in ihre kleinsten Bestandteile zerlegen – erst dann kann dein Körper sie überhaupt aufnehmen. Verschiedene Enzyme sind dabei für verschiedene Nährstoffe zuständig: Amylase zerlegt Kohlenhydrate, Lipase Fette, Proteasen Eiweiße. Produziert werden sie an mehreren Stationen gleichzeitig – schon im Speichel, dann im Magen, vor allem aber in der Bauchspeicheldrüse, die ihre…
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Laktobazillen
Eine weitere zentrale Bakteriengattung in deinem Verdauungstrakt, benannt nach ihrer Fähigkeit, Milchzucker (Laktose) zu Milchsäure zu vergären – genau dieser Prozess macht aus Milch Joghurt oder aus Kohl Sauerkraut. Im Darm angesiedelt, helfen sie unter anderem dabei, das Milieu leicht saurer zu halten, was es unerwünschten Keimen erschwert, sich auszubreiten. Laktobazillen zählen zu den am…
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Bifidobakterien
Eine Bakteriengattung, die zu den häufigsten „guten“ Bewohnern deines Dickdarms zählt – besonders zahlreich im Darm von gestillten Säuglingen, wo sie einen Großteil des frühen Mikrobioms ausmachen. Sie spielen eine wichtige Rolle beim Abbau von Ballaststoffen, produzieren dabei kurzkettige Fettsäuren und stehen in Verbindung mit einer intakten Darmbarriere. Mit zunehmendem Alter nimmt ihr Anteil im…
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Dysbiose
Ein Ungleichgewicht in der Zusammensetzung deines Mikrobioms – wenn bestimmte Bakterienarten überproportional zunehmen, während andere zurückgehen, oder wenn die Vielfalt insgesamt abnimmt. Auslöser können zum Beispiel Antibiotika, einseitige Ernährung, chronischer Stress oder Infektionen sein. Wichtig dabei: Dysbiose ist kein einheitliches Krankheitsbild mit fester Definition, sondern eher ein Sammelbegriff für ein „aus dem Gleichgewicht geratenes“ Mikrobiom.…


