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Gallensäure
Eine Substanz, die in deiner Leber produziert und in der Gallenblase gespeichert wird, bis sie nach dem Essen in den Dünndarm abgegeben wird. Ihre Hauptaufgabe: Fette emulgieren, also in winzige Tröpfchen aufspalten, damit Enzyme sie überhaupt angreifen können – ähnlich wie Spülmittel Fett im Abwasser aufspaltet. Das Besondere: Gallensäure wird zu einem Großteil wiederverwertet, dein…
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Magensäure
Eine der aggressivsten Flüssigkeiten, die dein Körper produziert – mit einem pH-Wert, der teilweise so niedrig ist wie bei Batteriesäure. Ihre Aufgabe: Krankheitserreger abtöten, Eiweiße aufspalten und das Enzym Pepsin aktivieren. Hier ein Punkt, der oft missverstanden wird: Sodbrennen wird meist automatisch mit „zu viel Magensäure“ gleichgesetzt, tatsächlich kann auch zu wenig Magensäure ähnliche Beschwerden…
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Verdauungsenzyme
Eiweißmoleküle, die deine Nahrung in ihre kleinsten Bestandteile zerlegen – erst dann kann dein Körper sie überhaupt aufnehmen. Verschiedene Enzyme sind dabei für verschiedene Nährstoffe zuständig: Amylase zerlegt Kohlenhydrate, Lipase Fette, Proteasen Eiweiße. Produziert werden sie an mehreren Stationen gleichzeitig – schon im Speichel, dann im Magen, vor allem aber in der Bauchspeicheldrüse, die ihre…
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Laktobazillen
Eine weitere zentrale Bakteriengattung in deinem Verdauungstrakt, benannt nach ihrer Fähigkeit, Milchzucker (Laktose) zu Milchsäure zu vergären – genau dieser Prozess macht aus Milch Joghurt oder aus Kohl Sauerkraut. Im Darm angesiedelt, helfen sie unter anderem dabei, das Milieu leicht saurer zu halten, was es unerwünschten Keimen erschwert, sich auszubreiten. Laktobazillen zählen zu den am…
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Bifidobakterien
Eine Bakteriengattung, die zu den häufigsten „guten“ Bewohnern deines Dickdarms zählt – besonders zahlreich im Darm von gestillten Säuglingen, wo sie einen Großteil des frühen Mikrobioms ausmachen. Sie spielen eine wichtige Rolle beim Abbau von Ballaststoffen, produzieren dabei kurzkettige Fettsäuren und stehen in Verbindung mit einer intakten Darmbarriere. Mit zunehmendem Alter nimmt ihr Anteil im…
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Dysbiose
Ein Ungleichgewicht in der Zusammensetzung deines Mikrobioms – wenn bestimmte Bakterienarten überproportional zunehmen, während andere zurückgehen, oder wenn die Vielfalt insgesamt abnimmt. Auslöser können zum Beispiel Antibiotika, einseitige Ernährung, chronischer Stress oder Infektionen sein. Wichtig dabei: Dysbiose ist kein einheitliches Krankheitsbild mit fester Definition, sondern eher ein Sammelbegriff für ein „aus dem Gleichgewicht geratenes“ Mikrobiom.…
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Postbiotika
Die Stoffwechselprodukte, die entstehen, wenn deine Darmbakterien Präbiotika verarbeiten – darunter zum Beispiel kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat. Lange stand vor allem im Fokus, welche Bakterien in deinem Darm leben; heute weiß man, dass es oft genauso entscheidend ist, was diese Bakterien dabei produzieren. Postbiotika versorgen unter anderem die Zellen deiner Darmschleimhaut direkt mit Energie und…
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Präbiotika
Unverdauliche Ballaststoffe, die selbst keine Mikroorganismen sind, aber als „Futter“ für die guten Bakterien in deinem Darm dienen. Du findest sie zum Beispiel in Chicorée, Topinambur, Lauch, Zwiebeln oder Bananen. Der Unterschied zu Probiotika lässt sich gut mit einem Gartenbild merken: Probiotika sind die Pflanzen, die du einsetzt, Präbiotika sind der Dünger, der dafür sorgt,…
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Probiotika
Lebende Mikroorganismen, die – in ausreichender Menge aufgenommen – einen positiven Effekt auf deine Gesundheit haben können. Sie kommen natürlicherweise in fermentierten Lebensmitteln wie Joghurt, Kefir oder Sauerkraut vor, werden aber auch als Nahrungsergänzung angeboten. Wichtig zu wissen: Nicht jeder Bakterienstamm wirkt gleich, und nicht jedes Probiotikum überlebt die Reise durch deinen Magen mit seiner…
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Bakterielle Vielfalt (Diversität)
Ein Maß dafür, wie viele unterschiedliche Bakterienarten in deinem Darm leben – und wie ausgewogen sie zueinander verteilt sind. Eine hohe Diversität gilt als eines der zuverlässigsten Anzeichen für ein stabiles, widerstandsfähiges Mikrobiom: Je mehr unterschiedliche „Spezialisten“ vorhanden sind, desto besser kann dein Darm auf wechselnde Anforderungen reagieren – etwa neue Lebensmittel, Stress oder eine…


