Was sieht man dir nicht an?

Diese eine Frage haben wir auf dem CSD in Köln gestellt. Keine Vorgaben. Keine richtigen oder falschen Antworten. Nur ein Mikrofon und die Einladung, einen Satz zu teilen. Die Antworten waren so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Man sieht mir nicht an, … „…dass ich schwul bin.“ „…dass ich Beamter bin.“ „…dass ich Hunger habe.“…

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Diese eine Frage haben wir auf dem CSD in Köln gestellt.

Keine Vorgaben. Keine richtigen oder falschen Antworten. Nur ein Mikrofon und die Einladung, einen Satz zu teilen.

Die Antworten waren so unterschiedlich wie die Menschen selbst.

Man sieht mir nicht an, …

„…dass ich schwul bin.“

„…dass ich Beamter bin.“

„…dass ich Hunger habe.“

Mal humorvoll. Mal ernst. Mal überraschend. Und manchmal berührend.

Uns wurde dabei wieder bewusst, wie viel im Leben unsichtbar bleibt.

Nicht jede Geschichte steht einem Menschen ins Gesicht geschrieben. Nicht jede Erfahrung ist auf den ersten Blick erkennbar. Und nicht alles, was einen Menschen prägt, lässt sich von außen erkennen.

Gerade deshalb sind Orte wichtig, an denen Menschen selbst entscheiden können, was sie erzählen möchten – und was nicht.

Der CSD ist für viele genau so ein Ort. Ein Ort für Sichtbarkeit, Begegnung und die Freiheit, sich zu zeigen, ohne sich erklären zu müssen.

Warum war Diffreng dort?

Weil wir glauben, dass Sichtbarkeit dort beginnt, wo Menschen ihre eigene Geschichte erzählen können.

Für uns endet dieser Gedanke nicht bei Identität. Er betrifft auch Gesundheit.

Viele Erkrankungen sind unsichtbar. Chronische Beschwerden, Verdauungsprobleme, Schmerzen oder Erschöpfung begleiten Millionen Menschen – oft, ohne dass ihr Umfeld etwas davon bemerkt.

Nicht alles, was belastet, ist sichtbar.

Deshalb möchten wir Räume schaffen, in denen Menschen über Themen sprechen können, die sonst häufig verschwiegen werden. Ohne Bewertung. Ohne Scham. Ohne Tabus.

Die Frage, die wir auf dem CSD gestellt haben, bleibt deshalb auch über diesen Tag hinaus bestehen:

Was sieht man dir nicht an?

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